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| Museum für Ur- und Frühgeschichte in Weimar |
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| Donnerstag, 02. April 2009 um 15:43 Uhr |
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Jahrtausende im Moor konserviert. Immer wieder wurden beim Torfabbau in einem Moor zwischen Ober- und Niederdorla bei Mühlhausen (Thüringen) Tierschädel und Scherben zutage gefördert. 1957 stießen die Arbeiter auf größere Mengen dieser Funde bestehend aus Tierknochen, Schädel, Scherben wie auch Hölzer mit Schnitt- und Feuerspuren. Mitarbeiter des Museums für Ur- und Frühgeschichte in Weimar wurden über die Funde und deren Konzentration informiert und konnten im Anschluss an die Untersuchungen bestätigen, dass an diesem Ort ein frühgeschichtlicher Opferplatz bestand. Anschließende archäologische Grabungen unter der Leitung von Prof. Günter Behm-Blanke legten den besterhaltensten Komplex eines Kultortes frei. Über mehr als 1000 Jahre wurden hier heidnische Kulthandlungen vollzogen. Mehr als 90 Epochal unterschiedliche Heiligtümer konservierte der kleine See am geografischen Mittelpunkt Deutschlands. Ein rechteckiger Feueraltar aus Muschelkalk ist das älteste Zeugnis, da es aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. stammt. Umgeben von einem kleinen Stein-Erde-Wall wurde er am Rande einer natürlichen Senke errichtet. Aus dem Muschelkalk wurden durch das Wasser Salze herausgelöst, wodurch ein unterirdischer Hohlraum eingestürzt war. Darauf hin bildete sich ein kleiner See, vielleicht wurde er als Zeichen der Götter angesehen. Von späteren Kulturen fand man noch ein apsisförmiges Heiligtum und ein großes Rundheiligtum, welches vom Stamm der Hermunduren am Ufer des Sees erbaut wurde. Im Verlauf von 1000 Jahren wurden den Göttern an diesem Ort 40 Menschenopfer dargebracht, sodass diese Gegebenheit wohl eher die Ausnahme als eine Regel darstellte.
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| Zuletzt aktualisiert am Montag, 18. Mai 2009 um 15:15 Uhr |

