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| Cimentieré Montparnasse - zweitgrößter Friedhof in Paris |
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| Mittwoch, 15. April 2009 um 15:17 Uhr |
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Der im Süden gelegene Cimentieré Montparnasse ist mit einer Größe von 19 Hektar der zweitgrößte Todeshain in Paris. Seit der Eröffnung am 25.07.1824 fand hier die Beisetzung von mehr als 300.000 Personen statt und dennoch zählt der ehemalige Cimentieré du Sud mit über 1200 Bäumen zu den bedeutendsten Grünflächen der Stadt, auch wenn das gleichnamige Stadtviertel diesen Rückschluss aufgrund der vielen Betonbauten und Hochhäuser nicht offensichtlich zu lässt. Im 14./15. Jahrhundert lagen auf dem Gelände drei alte Höfe und eine Mühle, die von den Schülern des Jesuitenkollegs Louis-le-Grand als beliebtes Ausflugsziel in der Freizeit genutzt wurde. Die Bezeichnung „ Moulin Moliniste“ bekam die Mühle wegen des Jesuitentheologen Molina und dessen ausgelöster Polemik. 1654 machten die „Fréres de la Charité“ das Gelände zu ihrer Begräbnisstätte und gaben der Mühle die Bezeichnung „Moulin de la Charité“. Bis zum heutigen Tag ist die mittlerweile flügellose Mühle auf dem Friedhof zu sehen. Der übersichtlich strukturierte Friedhof ist ein Ort der Ruhe für die Toten, gleichermaßen aber auch für die Lebenden. Die Gräber der Verstorbenen unterschiedlicher Glaubensrichtungen werden geziert von Statuen, Steinen oder gar kleinen Kapellen. Zum Teil mehr als ein Jahrhundert alte Werke von z. B. Horace Daillion oder Pierre Vernier dienen als Zeugen der Zeit und als bildhaftes Geschenk für die Toten. Unter anderem spiegeln weinende Engel die Melancholie dieses Ortes wieder und Liebhaber oder Begeisterte von Nekropolen kommen an diesem von der Zeit vergessenen Platz voll auf ihre Kosten. |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, 18. Mai 2009 um 15:07 Uhr |

