Not Found
The requested URL /linktauschen.php was not found on this server.
Additionally, a 404 Not Found error was encountered while trying to use an ErrorDocument to handle the request.
| Pere Lachaise in Paris |
|
|
| Mittwoch, 15. April 2009 um 15:16 Uhr |
|
Legende in Zeit und Raum Im Osten von Paris liegt der auf Napoleons Geheiß hin errichtete Pere Lachaise. Benannt nach dem Inhaber der Gärten, auf welchen er errichtet wurde, einem der Jesuiten mit Namen „Le Pere de la Chaize“, fand am 21. Mai 1804 die erste Beerdigung statt, wobei ein fünfjähriges Mädchen zu Grabe getragen wurde. Gerade an dunklen Tagen kommt die melancholische Atmosphäre verstärkt durch sehr hohe alte Bäume zum Tragen. Wuchtige Monumente aus Granit und Marmor erheben sich zwischen ihnen, um in das Spiel zwischen Licht und Schatten einzugreifen und den vorrüberziehenden Menschen deren eigenen Minimalismus gegenüber der Zeit ins Bewusstsein zu rufen. Eine gewisse Ordnung, erzeugt durch auf Achsen angelegten Wegen, wird unterbrochen von kleinen, verschlungenen Pfaden, welche sich anscheinend jeder Ordnung widersetzen möchten, während sie vorbei führen an den Gräbern der Toten. Kaum vorstellbar, dass 1871 während des Aufstandes der Pariser Commune zwischen den Totenmalen gegen die Versailler Truppen gekämpft wurde. Während des Besuchs auf dem friedlichen, nicht zu jeder Tageszeit überlaufenen Friedhofsgelände entdeckt man an der „Mur des Fédérés“ unter anderem die Gräber der 147 Aufständischen, die zwar den Kampf überlebt hatten, sich jedoch ergeben mussten und an der Friedhofsmauer hingerichtet wurden. Berühmtheiten wie Moliere und „das“ Liebespaar der mittelalterlichen Zeit Héloise und Abélard sorgten für ein reges Interesse an einem Begräbnis auf dem Pere Lachaise, welches vorher nicht bestand. Dem folgten weitere Fachgrößen wie z. B. Jim Morrison, Chopin, Oscar Wilde, Edith Piaf oder Maria Callas. Am Eingang erhält der Besucher einen Lageplan der Gräber, wodurch das Auffinden des persönlichen (verstorbenen) Idols nicht nur unter erschwerten Umständen möglich ist. Der ebenfalls dort begrabene Honoré de Balzac bezeichnete den Pere Lachaise einst als mikroskopisches Paris und stellte damit eine eindeutige Verbindung zwischen der pulsierenden Metropole und dem ebenso sagenumwobenen Ort der Toten her. |
| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 19. Mai 2009 um 13:20 Uhr |

