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Festival-Mediaval in Selb – Zusammenkunft verbundener Seelen Drucken E-Mail
Mittwoch, 15. April 2009 um 15:03 Uhr
Ein Festival der besonderen Art lockte erstmals 2008 hunderte Begeisterte auf den Goldberg in Selb bei Wunsiedel.
Nach zweijähriger Planung und unzähligen Besprechungen entstand durch Einsatz vieler helfender Hände und Menschen, die an die Sache glaubten, ein wunderbares Festival, welches seinen Anfang am 19. – 21. September 2008 fand.
Angelockt durch viele große Musikgruppen der mittelalterlichen Zeit und der Fülle an Ständen auf den 3 Mittelaltermärkten versammelten sich Jung und Alt und ließen sich heraus aus ihrem Alltag entführen in die Zeit der Gewandungen, der Handwerker und Spielmänner.
Mitten in der Stadt Selb und doch abgelegen, da auf dem Goldberg platziert eröffneten Corvus Corax mit wilden Trommelklängen und Sackpfeifen am Freitag um 16.00 Uhr das 3tägige Festivalspektakel. Stündlich wechselten auf den zwei zur Verfügung stehenden Bühnen sich großartige Künstler ab und gaben ihr Liedgut preis. Jubelnde und mitsingende Gewandete oder in der heutigen Kleidung angekommene tanzen und freuten sich über das Erlebnis, welches ihnen geboten wurde.
Für die kleinen Mitreisenden gab es Kindertheater und eine Mäuseshow sowie ein mittelalterliches hölzernes Karussell, dessen Betreiber die Eltern damit lockte, dass ihre Kinder sich bei der Rundfahrt vergnügen könnten, während die Eltern sich am nahe gelegenen Essstand ohne Kinder einmal etwas Ruhe gönnen könnten.
Auch zogen Theaterleute und Künstler besonderer Art das Volk in ihren Bann. So war der Auftritt beispielsweise eines Kugelkünstlers, der mit Glaskugeln erstaunliche Kunststücke vorführte ein atemberaubender Anblick.
Die verschiedenen Mittelaltermärkte, darunter auch einer mit orientalischer Richtung, reizten das vorbeilaufenden Volk zum Begutachten und Kauf ihrer selbst geschneiderten oder mitgebrachten Gewandungen, Schmuck, Tonwaren und Waffen wie wunderschönen Bögen und Schwertern. Zudem gab es Stände mit mittelalterlichen Speisen und Schänken, die mit Trunk der alten und neuen Zeit die trockenen Kehlen des begeisterten Volkes befeuchteten.
Da das Festival-Mediaval ein friedliches Zusammenkommen sein sollte, wurde das Tragen offener Waffen untersagt. Dennoch gab es ein Bogenschießturnier, bei dem Bogenschützen ihr Können unter Beweis stellen konnten und auf lebensgroße natürlich nicht echt Tiere zielen sollten. Der Sieger bekam ein Preisgeld und die anerkennenden Blicke seiner Mitstreiter und des staunenden Volkes.
Verschiedene neue Musikgruppen traten gegeneinander an und wurden mit einem Wanderpokal prämiert.
Ein großes Filmzeit wurde errichtet, in dem mittelalterliche Filme für groß und klein gezeigt wurden. Dafür wurden Zelte aus schwarzem Stoff aufgestellt.
Da die Stadt Selb an sich nicht über genügend Schlafmöglichkeiten verfügte, wurde eine nahe gelegene Burg mit Schlafplätzen angemietet, die wie eine Jugendherberge funktionierte. Dort übernachteten auch einige der Künstler. Der Bauer der umliegenden Felder war so freundlich, den Festival-Besuchern seine Felder zum Zelten zur Verfügung zu stellen. Der Anblick der bunt aneinander gereihten größeren und kleineren Zelte zeigte ein Bild von Zusammengehörigkeit und Freundschaft. Abends nach dem letzten Konzert, welches am Freitag von Saltatio Mortis und am Samstag von Subway to Sally gegeben wurde, erklangen vor den Zelten noch Gitarren und Gesänge bis tief in die Nacht.
Mit dem Auftritt der 35 Musikgruppen aus unterschiedlichen Nationen und dem restlichen Angebot des Festivals konnte der Mittelalterhunger eines jeden Mitfeiernden gestillt werden.
Da dies erste Festival derart erfreut angenommen wurde, findet auch 2009 ein Festival-Mediaval in Selb auf dem Goldberg statt. Diesmal noch größer und eindrucksvoller als im letzten Jahr.
Am 11. – 13. September erklingen wieder Gesang und Instrumente, sowie Markttreiben und Vorstellungen und hoffen auf reiches Erscheinen derer, die sich nur zu gern auf diese Reise begeben.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, 08. Mai 2009 um 13:39 Uhr