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| Feste Urberg – Schloss Auerbach |
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| Mittwoch, 20. Mai 2009 um 12:45 Uhr |
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Küchengebäude, Burgmannenwohnung, Marstall wie auch die Schmiede waren begrenzt durch den Nord- und Südturm, welche durch eine Mauer verbunden waren. Die Schildmauer zwischen Nord- und Ostturm wurde durch den Eingang zur Kernburg unterbrochen, welcher jedoch durch den Burgfried geschützt war. Der dreigeschossige Palas mit Keller, sowie die ehemalige Burgkapelle lehnt sich in Richtung Innenhof an die Mauer, welche den Ost- mit dem Südturm verbindet. Seit jeher führt der Weg nach Schloss Auerbach aus östlicher Richtung, obwohl der ursprüngliche Eingang im Norden der Festung lag. Getrennt vom Vorhof durch eine Ringmauer ist dieser ebenfalls durch eine solche abgegrenzt, deren Südseite den Eingang zur Burganlage geschützt durch einen Außenzwinger mit linker Flügelmauer bildet. Der einzig flache Zugang zur Festung im Nordosten wurde durch einen tiefen Graben mit Zugbrücke für unerbetene Gäste unzugänglich gemacht. Ein Erdbeben im Jahr 1356 sorgte für das Verschwinden des Bergfrieds. Rund 14 Jahre später führten Um- und Ausbauarbeiten für die Verlegung des Eingangs an die Südseite, die Erhöhung der Mauern und Türme, wie auch den Wegfall des Ostturms, an dessen Stelle eine Bastion errichtet wurde, um vor aus nordöstlicher Richtung kommenden Steingeschossen zu schützen. Nach dem Ableben des Grafen Philipp endet die Linie der Katzenelnbogen 1479, da die einzige Tochter zuvor den Landgrafen Heinrich III. von Hessen-Marburg ehelichte, in dessen Besitz die Burg überging, welcher jedoch nur wenig Anstrengungen für die Bauunterhaltung unternahm. Nach der Teilung Hessens 1567 wurde die Amtsverwaltung verlegt, worauf nur noch ein als Verwalter eingesetzter Förster auf der Burg verblieb. Diese war 1635 Plünderungen durch schwedische und französische Soldaten unterworfen und diente 39 Jahre später für Schutzsuchende Bürger als Zufluchtsort. Dennoch fielen diese dem Söldnerheer des Duc de Turenne in einem Massaker mit folgendem Brand der Burganlage zum Opfer. Zwar begannen um 1800 die ersten Wiederherstellungsarbeiten, dennoch tat der Verfall sein Übriges und brachte 1820 den Nordturm zum einstürzten, welcher erst 30 Jahre später wieder aufgebaut wurde. 1903-07 erfolgten Grabungen und Wiederherstellungsarbeiten im großen Umfang im Rahmen der Denkmalpflege durch die hessische Landesregierung. Als zusätzliche Zeugin der Zeit erweist sich eine mehr als 300 Jahre alte Kiefer von 7 m Höhe auf einer der Schildmauern als geduldiger Wächter über die Burgruine, während Besucher die alten Gemächer, Türme und den Innenhof bestaunen. Der Besuch des Schlosses Auerbach ist kostenlos und kann im März von Freitag bis Sonntag zwischen 12-18 Uhr, im April bis September von Mittwoch bis Sonntag zwischen 11-22 Uhr und im Oktober/November an Samstagen und Sonntagen zwischen 12-18 Uhr erfolgen. Informationen hierzu bietet die Seite http://www.schloss-auerbach.de. |

