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| Burg zu Burghausen - die längste Burg Europas |
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| Mittwoch, 20. Mai 2009 um 12:39 Uhr |
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Trotz unbekanntem Begründer lässt sich der Ursprung der Burg zu Burghausen noch vor 1025 finden. Als Residenz nutzen Herzöge und Grafen unter anderem aus der Linie der Wittelsbacher (1393 – 1505) die Burg und auch die später heiliggesprochene Kunigunde, Witwe des Kaisers Heinrich II. wählte diesen Ort als Wohnsitz. Die auf einem schmalen, lang gestreckten Bergrücken liegende Wohn- und Wehrburg wurde auf geschichtsträchtiger Erde erbaut. Funde, die bis in das 16. Jahrhundert vor Christus zurückreichen, geben Grund zu der Annahme, das hier eine nahezu ständige Besiedlung seit der Bronzezeit stattfand. Fragmente des Palas stammen von einem größeren Ausbau aus der Zeit um 1090. Ein massiver Ausbau der Burgerfolgte ab 1180 durch die Weisungen des Wittelsbachers Otto I. Verantwortlich für den Bau einer neuen Anlage ab 1255 zeigte sich Herzog Heinrich XIII., welche teilweise noch heute innerhalb der Hauptburg existiert. Im selben Jahr entsteht die älteste frühgotische Kirche des südbayrischen Raumes, die innere Schlosskapelle. Dürnitz und Kemenate sind ebenfalls im 13. Jahrhundert entstanden. In den folgenden Jahrhunderten bis 1503 wurden die bedeutsamsten und wirksamsten Baumaßnahmen durchgeführt, unter deren Last vor allem die Bauern zu Leiden hatten. Aus Angst vor den vorstoßenden Türken wurden gerade am Ende des 15. Jahrhunderts Vorhöfe wie auch Befestigungs- und Wehranlagen gebaut. Ein funktionales Gemeinwesen verlangte nach ausreichendem Platz und so nahm die Burg bereits in jener Zeit die heutigen Ausmaße an. Handwerksbetriebe, Wohn- und Verwaltungsräume sowie Kirchen wurden auf die sechs Burghöfe verteilt, welche die Bewohner ihrem Stand entsprechend von der Hauptburg für Hochrangige bis zum sechsten Burghof für die untere Schicht beherbergten. Auf die Angewohnheit der Herzöge, ihre Gemahlin – derer sie überdrüssig waren – auf die Burg zu Burghausen zu verbannen, rächte sich im letzten Falle das Ende der Landshuter Linie und der gesamte Besitz samt Burg fiel den Münchner Vettern zu. Nicht nur über frohe Feste wissen die alten Mauern zu berichten, sondern auch über blutige Zeiten, in denen von 1748 – 1776 mehr als 1100 Menschen das Leben geraubt wurde. Im Hier und Jetzt dient die bauliche Zeitzeugin unter anderem für Konzerte, Hochzeitsfeiern oder Ausstellungen. Der Besuch auf dem Burggelände ist frei, während zahlreiche Burgführungen kostenpflichtig angeboten werden. Wurde der einmalige Ausblick auf die Umgebung von der Aussichtsplattform genossen, kann an zwei Tagen der Woche die Flugvorführung mit Greifvögeln besucht werden. Für Geschichtsinteressierte bieten die drei Museen jede Menge Aufschlussreiches, oder man gesellt sich in die Runde jener, welche alljährlich die Burg zu Burghausen während des Burgfestes durch mittelalterliches Treiben nicht mehr nur gewaltig und imposant, sondern auch fröhlich und bunt erscheinen lassen. Für weitere Informationen zur Anfahrt etc.: |

