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| Schloss Nordkirchen – das westfälische Versailles! |
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| Mittwoch, 20. Mai 2009 um 13:04 Uhr |
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Der Grundstein für das Ensemble aus Schloss und Park wurde 1703 von Fürstbischof Friedrich Christian von Plettenberg in Auftrag gegeben und nahm bis zur endgültigen Fertigstellung (1912) unter den wechselnden Besitzern Ferdinand von Plettenberg, den Grafen von Esterházy und Herzog Engelbert Maria von Arenberg mehr als 200 Jahre Bauzeit ein. Die Entstehung hat das aus Sand- und Backsteinelementen errichtete Bauwerk den Umständen zu verdanken, dass geistliche wie auch weltliche Herren der damaligen Zeit die Eigenart zu repräsentieren entwickelten. Bereits im 18. Jahrhundert war Schloss Nordkirchen, welches als Gesamtkunstwerk von dem angrenzenden Park unterstrichen wird, in ganz Europa bekannt. 1914 wurden Teile errichtet bzw. umgebaut, da sich Kaiser Wilhelm II. mit seiner Gefolgschaft zu einer Audienz angekündigt hatte. Diese fand jedoch nie statt, da es ein Abschied von der alten Welt des europäischen Adels gewesen wäre, welcher letztendlich durch das Ende des 1. Weltkrieges erfolgte. Erbaut als barock-klassizistische Dreiflügelanlage, bildet es eine hufeisenförmige Umrandung des sich frei öffnenden Hofraumes. Dieser bot als Ehrenhof genug Raum für die Paraden der Garde wie auch der Auffahrt der höfischen Gesellschaft. Die Schlosskapelle Mariä Himmelfahrt wurde im Jahr 1705 im Stil Ludwig des XIV. erbaut und lädt die Besucher heute ein durch den Deckenstuck, prunkvolle Dekorationselemente und eingelassenen Gemälden die Baukunst vergangener Jahrhunderte zu bestaunen, zu deren Entstehung italienische Spezialisten herangezogen wurden. Die imposante Kapelle bietet sich als Raum für die eigene kirchliche Trauung im fürstlichen Rahmen an. Ebenfalls für Verliebte öffnet das Standesamt im Schloss die Pforten, um den gemeinsamen Lebensweg zu beschließen. Hierfür bietet der alte Turm eine märchenhafte Kulisse, um sich das Ja-Wort an einem besonderen Ort zu geben. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging Schloss Nordkirchen in den Besitz der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen über, welche sich um den Unterhalt kümmerte und später dort die Fachhochschule für Finanzen mit heute über 1000 Studenten einrichtete. Schlossführungen laden Interessierte mehrmals täglich ein, diesen prunkvollen Ort als Teil der Erinnerung in sich aufzunehmen und zu genießen, was vor Jahrhunderten geschaffen wurde. Wer möchte, kann danach im Schlossrestaurant einkehren - welches auch Veranstaltungen wie z. B. ein Krimidinner anbietet - und sich in den gemütlich eingerichteten, nach oben gewölbten Räumen mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten oder einem einfachen Imbiss mit einem Glas Bier verwöhnen lassen. Der Blick fällt dabei auf den Schlossgraben und den Park. Mit altem Baumbestand und geraden Wegen dient dieser Ort als Ruhepol einer hektischen Gesellschaft. Auf einem See gleichmäßig dahin gleitende Enten verfeinern die Umgebung, welche dazu einlädt sich einen Augenblick Zeit zu nehmen, während man das Erlebte verarbeitet und die Ruhe genießt. Mehr Informationen zum Schloss Nordkirchen: http://www.nordkirchen.de/Gemeindeportrait/Schloss-Nordkirchen.html |

