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| Schloss Herzberg Geboren als Burg – gewachsen zum Schloss! |
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| Mittwoch, 20. Mai 2009 um 12:59 Uhr |
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Die Annahme Herzberg wäre ursprünglich als Jagdhaus entstanden wird von der Tatsache getragen, dass der Name gleichzusetzen ist mit Hirschberg. Der steigende rote Hirsch wurde auch in das Stadtwappen integriert. Durch den Tod des Löwen 1195 fällt die Burg Herzberg 1203 an den Welfenkaiser Otto IV. Erst seine Witwe Kaiserin Maria nutzt diesen Ort wieder als Residenz. 1267 teilen sich die Söhne des ebenfalls verstorbenen Neffen von Otto IV. das Herzogtum Braunschweig. Durch Erbfolge erhält Herzog Heinrich der Wunderliche 1291 das Fürstentum Grubenhagen, worin Herzberg mit eingeschlossen war und gilt dadurch als Begründer der Grubenhagener Welfen – Linie. 1510 wurde nach einem Großbrand, bei dem der ursprüngliche Bau nahezu vollständig zerstört wurde, auf dem nordöstlichen Sporn des lang gestreckten Schlossbergrückens die Schlossanlage in Fachwerkbauweise als Vierflügelbau im Stil der Renaissance errichtet. Bis 1635 residierte Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg-Celle, der Stammvater englischer Könige aus dem Hause Hannover, auf Schloss Herzberg, das 1714 endgültig als Residenz aufgegeben wurde. Seit 1882 hat das Amtsgericht Herzberg seinen Sitz in den herrschaftlichen Gemäuern des Sieberflügels und wurde 1900 durch ein Museum ergänzt. Die vorüberziehende Zeit konnte dem Schloss nicht wirklich etwas anhaben, bis zum Zweiten Weltkrieg, als eine Detonation in der nahe gelegenen Munitionsanstalt, welche 40.000 kg Sprengstoff und 8.000 Mienen beinhaltete dazu führte, dass das Dach abgedeckt und im Zuge dessen auch das Museum zerstört wurde. Weitere Sprengungen sorgten für erneute Schäden an den alten Mauern. Umfangreiche Restaurationen sorgten dafür, das Schloss Herzberg mit seinen zahlreichen Räumlichkeiten heute wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Das im Stammhausflügel seit 1985 untergebrachte Museum informiert mit vier unterschiedlichen Abteilungen über Schloss-, Herrschafts- und Baugeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Forst- und Bergbaugeschichte, sowie abschließend dem archäologischen Sektor, welcher derzeit noch wegen Sanierungsarbeiten im Bereich der Bausubstanz fertiggestellt wird. Um das Museum auch für Kinder ansprechend und aufregend zu gestalten, wurden mit Bedacht Computer-, Mal- und Rätselspiele in den Museumsrundgang eingebaut. Neben dem malerischen Innenhof in nahezu rechteckiger Form, welcher durch die ausgestrahlte Ruhe zum Verweilen und Träumen einlädt, ist auch der Turm mit Zierschnitzereien der Spätrenaissance eine außergewöhnliche Sehenswürdigkeit. Derzeit dient der Rittersaal für kulturelle Veranstaltungen und kann auch für Tagungen gebucht werden. Nach Abschluss aller Sanierungsarbeiten sollen in naher Zukunft hier auch Trauungen stattfinden können. Um nach der geistigen Stärkung auch die körperliche nicht zu vergessen, bietet das Schlossrestaurant allerlei Köstlichkeiten wie auch spezielle Veranstaltungen (z. B. Candle-Light-Dinner) zu den Zeiten, wenn die Sonne dem Mond das Regime am Himmel übergibt. Mehr Informationen zu den Öffnungszeiten, Anfahrt sowie Veranstaltungen: |

