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| Schloss Charlottenburg – Schönheit in Berlin! |
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| Mittwoch, 20. Mai 2009 um 12:57 Uhr |
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Die heute in der Front über 500m lange Anlage wurde im Jahr 1696 durch König Friedrich I. von Preußen, damals noch im Stand eines Kurfürsten in Auftrag gegeben. Schloss Lützenburg bestand in seinen Anfängen gerade mal aus dem heutigen Mitteltrakt, jedoch ohne Turm. 1701, zwei Jahre nach der Einweihung des liebevoll „Sophie Charlottes Musenhof“ genannten Schlosses erfolgte der weitere Ausbau zu einer Dreiflügelanlage. Als Sophie 1705 aus dem Leben schied, erhielt das Schloss seinen heutigen Namen, zum Gedenken an die Königin. 1709 – 1712 sollten erneute bauliche Veränderungen unter der Weisung von Eosander von Göthe stattfinden, welcher bereits für die vorherigen Maßnahmen zuständig war. Diesmal wurde das Mittelstück zu einem Risalit mit charakteristischer Schlosskuppel gewandelt und die Anlage durch die westliche Orangerie, wie auch eine Kapelle erweitert. Unter Friedrich Wilhelm I. zwar nicht mehr als Residenz genutzt, wurden dem Schloss dennoch die nötigen Unterhaltungsmaßnahmen gewährleistet, da es sehr wohl zum Zwecke der Präsenz wie auch für Empfänge genutzt wurde. Erst Friedrich II. nutzte und erweiterte die bestehende Anlage um den bereits durch seinen Vater als östliche Orangerie geplanten „Neuen Flügel“, nachkriegszeitlich Knobelsdorff-Flügel genannt. Erst unter Friedrich Wilhelm II. (1786-1797) erhielt Schloss Charlottenburg seine heutige Form mit dem Schlosstheater und der kleinen Orangerie. Weitere bauliche Veränderungen wurden auch unter folgenden Besitzern nicht mehr vorgenommen, die Innenausstattung erfolgte je nach Wunsch des Bauherren im zeitgenössischen Stil und so finden sich heute dort Elemente aus Klassizismus und (Neu-)Rokoko. Seit dem Wiederaufbau des im 2. Weltkrieg massiv zerstörten Schlosses wird dieses für unter anderem als Ausstellungsräume für Museen genutzt. Seit 1960 befindet sich z. B. das Museum für Vor- und Frühgeschichte, das 2003 nach Sanierungsarbeiten wieder eröffnet wurde. Das Schloss an sich kann ebenfalls als Museum besichtigt werden, wobei der Besucher genügend Zeit einplanen sollte, da die Größe teilweise unterschätzt wird. Zu besichtigen gibt es unter anderem das Porzellankabinett, die goldene Galerie, Sammlungen bedeutender französischer Kunstwerke oder die königliche Wohnung. Als Schönheit in Vollendung darf auch der angrenzende 1697 als französischer Barockgarten angelegte Schlosspark bezeichnet werden. Neben zahlreichen öffentlich zugänglichen Rasenflächen, kunstvoll angelegten Blumenensembles und Spielplätzen gibt es hier auch einen Karpfenteich und Wasserläufe, die sich durch das gesamte Gelände ziehen. Auch in dem Freigelände des Schlosses gibt es allerhand geschichtsträchtiges zu sehen. So kommt der Besucher z. B. an dem zu besichtigenden Mausoleum der Königin Luise in Form eines dorischen Tempels vorbei, kann im 1788 als Teehaus und Aussichtsturm erbauten Belvedere die Porzellansammlung bestaunen, sowie die neapolitanische Villa, einem 1824 von Schinkel erbauten neuen Pavillon besichtigen. Auch kindgerechte Führungen durch das Schloss werden angeboten und während der Sommermonate finden Aufführungen von Opern/Operetten im Schlosspark statt. Mehr Informationen zu Schloss Charlottenburg: |

